Unwetter über Franken und Bayern – Der WARNLAGEBERICHT ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Freitag, 13.01.2017, 01:20 Uhr

unwetter-aktuellUnwetter über Franken und Bayern – Auf Nacht bis ins Flachland schwere Sturmböen, teils Schneeverwehungen, auf Alpengipfeln orkanartige Böen.

Amtliche WARNUNG vor SCHWEREN STURMBÖEN Do, 12. Jan, 22:00 – Fr, 13. Jan 12:00 Uhr

Es treten schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 km/h (22m/s, 44kn, Bft 9) und 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit orkanartigen Böen bis 110 km/h (31m/s, 60kn, Bft 11) gerechnet werden.

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Vereinzelt können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände.

Die AKTUELLE Karte haben wir hier!

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE für die nächsten Stunden bis Freitag, 13.01.2017, 20:30 Uhr:

Ein umfangreiches Tiefdrucksystem über Nordskandinavien führt mit teils lebhafter Südwestströmung etwas mildere Meeresluft nach Bayern. In der kommenden Nacht erreicht uns das Frontensystem eines Randtiefs über Norddeutschland.

Auf Nacht zum Freitag setzt im Bergland erneuter SCHNEEFALL ein. Oberhalb 400 bis 600 m kommen in den Mittelgebirgen zwischen 1 und 5 cm, oberhalb 800 m zwischen 5 und 10 cm Neuschnee zusammen, in den östlichen Mittelgebirgen bis zu 15 cm. In den Alpen sind oberhalb 800 bis 1000 m um 5 cm zu erwarten. Dort muss mit entsprechender GLÄTTE gerechnet werden. Zudem verstärkt sich der Südwestwind im Laufe der zweiten Nachthälfte von Westen her zunehmend.

In den Frühstunden treten im Flachland verbreitet STURMBÖEN bis 85 km/h, vor allem in der Nordhälfte auch SCHWERE STURMBÖEN bis 100 km/h auf. Dort sind auch ORKANARTIGE BÖEN um 110 km/h nicht ausgeschlossen. In den Kammlagen und auf den Alpengipfeln werden SCHWERE STURMBÖEN bis 100 km/h erwartet. In höheren Gipfellagen der Alpen sind ORKANBÖEN um 120 km/h möglich. Gleichzeitig kommt es im Bergland ab etwa 800 m zu teilweise STARKEN SCHNEEVERWEHUNGEN (UNWETTER), aber auch etwas tiefer kann es stellenweise SCHNEEVERWEHUNGEN geben.

Am Freitag bleibt am Vormittag zunächst die Windsituation aus der Nacht erhalten, im weiteren Tagesverlauf lässt der Wind von Westen her nach.

Am Vormittag sinkt die Schneefallgrenze bis Flachland. Dabei werden in der Nordhälfte 1 bis 3 cm, in den nördlichen und östlichen Mittelgebirgen 2 bis 8 cm NEUSCHNEE erwartet. In den Alpen fallen 1 bis 5 cm, im Allgäu und Richtung Berchtesgadener Land bis 10 cm NEUSCHNEE. Vor allem im Bergland muss stellenweise mit STARKEN SCHNEEVERWEHUNGEN (UNWETTER) und GLÄTTE gerechnet werden. Leichter FROST tritt nur im Bergland auf.

© Deutscher Wetterdienst, RZ München, Leistert

 

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